Selbstdarstellung der Denkmal-AG des Apostel-Johannes-Gemeindezentrums im MV
Geschichte und Mitglieder der Denkmal-AG
Die Denkmal-AG entstand im Frühjahr 2023 und besteht aus Gemeindemitgliedern sowie Menschen, die mit dem Gemeindeleben befasst sind. Sie steht allen zur Mitarbeit offen, die an der Architektur der Nachkriegsmoderne sowie am christlichen Glauben interessiert sind.
Worum es geht – Das evangelische Apostel‐Johannes-Gemeindezentrum
Das evangelische Apostel‐Johannes‐Gemeindezentrum ist vom Architekturbüro Neumann, Grötzebach und Plessow in den Jahren 1970 bis 1971 als eines von mehreren kirchlichen Standorten des Märkischen Viertels errichtet worden. Es steht seit 2009 unter Denkmalschutz und kann als ein bedeutendes Zeugnis der Nachkriegsmoderne des damaligen West-Berlins bezeichnet werden.
Das dreistöckige Gebäude besteht aus drei Teilen, aus einer monolithisch in Beton gegossenen Kapelle mit einem daran anschließenden Gemeindesaal, verschiedensten Gemeinderäumen (Räumen der Begegnung) und einem Wohntrakt. Als Außenbereiche sind vor dem Eingang zur Kapelle ein Gemeindeplatz und auf der Rückseite des Gebäudes ein Garten angelegt.
Das Gemeindezentrum ist einerseits baulich verbunden mit dem „Langen Jammer“, dem längsten Wohngebäude des Märkischen Viertels, und andererseits der heutigen Märkischen Grundschule/Staatliche Europa Schule.
Aufgrund des behutsamen Umganges mit dem Gemeindezentrum hat es einen hohen Zeugnischarakter für die Architektur seiner Entstehungszeit zu Anfang der 1970er Jahre.
Ziele der Denkmal-AG
Die Denkmal-AG möchte die Bedeutung des Gemeindezentrums im Kontext seiner Entstehungszeit sowie im Zusammenhang mit dem damaligen Neubaugebiet des Märkischen Viertels aus der Sicht des Denkmalschutzes sowie der Religionspädagogik vermitteln.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedeutung des Gebäudes als Sakralarchitektur der Nachkriegsmoderne.
Hierzu sollen bereits erprobte Formen der Öffentlichkeitsarbeit wie die Führungen zum Tag des offenen Denkmals weitergeführt und neue Formate für unterschiedliche Zusammenhänge sowie für verschiedenste Zielgruppen entwickelt werden.
Ein Ziel der Denkmal-AG ist es, den Transformationsprozess der Apostel-Johannes Gemeinde und des Gemeindezentrums aus der Perspektive des Denkmalschutzes zu begleiten.
Die Denkmal-AG setzt sich dafür ein, dass das Gemeindezentrum auch weiterhin vollumfänglich entsprechend seiner in der Bauzeit vorgesehenen Funktion als Sakralraum und Ort der Begegnung im und für das Märkische Viertel genutzt wird.
Ein weiteres Ziel ist das Nachdenken über die Weiterentwicklung des Gebäudekomplexes in Bezug auf die aktuellen sozialen und ökologischen Herausforderungen entsprechend der Verantwortung der Evangelischen Kirche.
Die Denkmal-AG initiiert und unterstützt Maßnahmen, welche dem Erhalt und der Förderung des Denkmalschutzes des Gemeindezentrums dienen.
Berlin, März 2026